Hilfe, mein Hund hat Husten! – Darauf musst Du achten

Share it Please

Typisch Winter. Passend zur kalten Jahreszeit erwischt es nicht nur Herrchen oder Frauchen, sondern auch den Hund: Ein fieser Husten. Aber Husten ist nicht gleich Husten! DeineTierwelt erklärt Dir, was Du beachten musst, was wirklich hilft und wann der Gang zum Tierarzt unvermeidbar ist.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Du beurteilst, wie es Deinem Hund geht. Und das kann niemand so gut, wie der Besitzer, der ihn jeden Tag erlebt. Ist Dein Vierbeiner fröhlich wie immer, oder eher matt? Fordert er zum Spielen auf, oder verlässt er sein Körbchen nur ungern? 

Falls Du es Dir zutraust und es eventuell sogar schon geübt hast, kannst Du auch die Körpertemperatur des Patienten messen. Dafür genügt ein handelsübliches Kinderthermometer, am besten mit flexibler Spitze. Die normale Körpertemperatur eines Hundes beträgt 37,0 bis 38,2 Grad Celsius.


Bei Fieber oder einem matten, appetitlosen Hund solltest Du zum Tierarzt gehen. Besondere Vorsicht ist bei Welpen, alten Hunden und Hunden mit Vorerkrankungen geboten, da sie ein schwächeres Immunsystem haben.
Bei Atemproblemen unbedingt zum Tierarzt gehen

Hast Du das Gefühl, dass das Allgemeinbefinden Deines Lieblings soweit gut ist, kannst Du den Husten beurteilen. Dabei ist nicht nur der Husten, sondern auch die Atmung entscheidend: Fällt es dem Hund schwer, Luft zu holen oder rasselt es hörbar, ist Gefahr im Verzug. Dann kann nur der Tierarzt helfen. Das gleiche gilt bei blutigem Auswurf. 

Schaue außerdem nach, ob vom Lieblingsspielzeug ein Stück fehlt oder ob es am Vortag Knochen oder Schweineohr gab, denn ein Fremdkörper in der Speiseröhre kann ebenfalls zu Husten führen. 
Wenn Toy-Rassen husten, ist besondere Vorsicht geboten

Besitzer von Toy-Rassen wie den Chihuahuas aufgepasst: Eure Lieblinge haben nicht selten einen sogenannten Trachealkollaps. Dann ist die Luftröhre instabil und blockiert dadurch die Atmung. Dies kann ebenfalls einen Hustenreiz auslösen, aber im schlimmsten Fall zum Ersticken führen. Ein Tierarzt, der sich auf Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen spezialisiert hat, kann Euch hier am besten helfen.

Ist dies alles nicht der Fall, sondern handelt es sich um eine handelsübliche Erkältung der oberen Atemwege, kannst Du als Besitzer schon einiges tun. An erster Stelle steht Schonung und viel trinken. Hast Du einen Vierbeiner, der eher schlecht trinkt, kannst Du durch Zugabe von Fleischbrühe ins Wasser für einen besseren Geschmack sorgen. Aber bitte selbstgekocht. Handelsübliche Brühen enthalten nämlich zu viel Salz und für den Hund giftige Zwiebeln. 
Bei Husten darf nicht getobt werden

Verzichten solltest Du auf wildes Spielen und lange Spaziergänge. Den Kontakt mit anderen Hunden solltest Du ebenfalls vermeiden, da es sich häufig um den hochansteckenden, aber ansonsten ungefährlichen Zwingerhusten handelt, der sich durch Tröpfcheninfektion unter allen Hundefreunden ausbreiten würde. Auch die Hundeschule, Hundesport oder anderes Training sollten ausfallen, solange Dein Hund noch hustet. 

Frische Luft ist aber trotzdem wichtig. Am besten drehst Du nur kurze Gassi-Runden. Wenn Du dabei ein Geschirr anstelle eines Halsbandes verwendest, verhinderst Du unangenehmen Druck auf den gereizten Hals. Außerdem solltest Du Deine Wohnung regelmäßig lüften.
Inhalieren in der Hundebox

Unbedingt vermeiden solltest Du dabei jedoch Zugluft, da diese die ohnehin angegriffenen Schleimhäute reizt. Zu trockene Luft kann durch Wasserschalen auf der Heizung angefeuchtet werden.

Besitzt Du eine Hundebox, kannst Du diese mit Handtüchern abhängen und Deinen Hund mit Kochsalzlösung aus der Apotheke oder Kamillentee inhalieren lassen. Behalte ihn dabei aber immer im Blick und brich die Behandlung ab, sollte er gestresst sein.
Symptome sollten sich nach ein paar Tagen verbessern

Hört der Husten nach ein paar Tagen nicht auf, kann Dir Dein Haustierarzt ein entzündungshemmendes Mittel verschreiben, das die Heilung beschleunigt. Achtung: Es muss unbedingt ein Medikament speziell für Tiere sein! Eine Ibuprofen beispielsweise, die dem Menschen gut hilft, kann bei Hunden schwere Magenschäden verursachen.

Grundsätzlich kann ein gesundes Immunsystem eine Infektion der oberen Atemwege aber gut überstehen. Nach ungefähr vier Tagen sollten sich die Symptome verbessern, nach etwa einer Woche ist Dein Hund meist über den Berg. Aber Vorsicht: Dein Hund kann bis zu zwei Wochen lang ansteckend sein. Auch wenn er nicht mehr hustet. Und dann steht auch den ersten langen Frühlingsspaziergängen nichts mehr im Wege.

Комментариев нет:

Отправить комментарий

Администрация сайта не несёт ответственности за содержание рекламных материалов и информационных статей, которые размещены на страницах сайта, а также за последствия их публикации и использования. Мнение авторов статей, размещённых на наших страницах, могут не совпадать с мнением редакции.© Copyright 2017 Vrazume.ru Designed By Templateism | Seo Blogger Templates