Dank moderner Technik: Können wir bald mit unseren Tieren sprechen?

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Es klingt wie ein Traum: Irgendwann mit Tieren so sprechen zu können wie mit Menschen. Hündin Stella kann beispielsweise mit ihrem Frauchen kommunizieren, indem sie Knöpfe drückt, die Worte abspielen. Was steckt dahinter? Und was kann Künstliche Intelligenz (KI)?

Stell Dir einmal dieses Szenario vor: Deine Katze miaut oder Dein Hund bellt. Du nimmst es mit Deinem Smartphone auf, das dir im Bruchteil einer Sekunde die Laute Deines Tieres übersetzt. Du könntest dann antworten – und ein Algorithmus würde das entsprechende Bellen oder Miauen ausspucken.

So könntest Du Dich mit Deinem Tier unterhalten, ohne dass Du Dich fragen musst, wofür dieses Bellen oder Miauen gerade steht…


Jetzt den Podcast zum Thema anhören:



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Eigentlich gar keine besonders abwegige Vorstellung, wenn es solche Technologien bereits für die unterschiedlichen menschlichen Sprachen gibt. Warum dann nicht auch für die Kommunikation zwischen Mensch und Tier?
Künstliche Intelligenz könnte bei der Kommunikation mit Tieren helfen

Zwei Autoren des US-Magazins „Wired“ sagen jedenfalls voraus, dass schon in diesem Jahr Künstliche Intelligenz dazu fähig werden könnte. Zumindest für große Säugetiere wie Wale, die ebenfalls in einer Wort-ähnlichen Struktur miteinander kommunizieren. Schon jetzt kann KI Sprachen mithilfe von mehrdimensionalen Bedeutungskarten entschlüsseln. Gut vorstellbar, dass das auch auf tierische Kommunikation übertragbar ist.

Doch es gibt auch Stimmen, die gegen diese Vision sprechen. Das Magazin „Inquire“ schreibt beispielsweise, dass viele Tiere nicht nur mit Lauten kommunizieren, sondern hauptsächlich mit Blicken, Mimik und Körpersprache.

Die könnte zwar von technischen Geräten nicht erfasst werden, untereinander kämen die Tiere damit aber gut zurecht, erklärt Kurt Hammerschmidt in der aktuellen Folge vom DeineTierwelt-Podcast „Pet-Talks: Klartext“. „Sie können sich ausdrücken, mitteilen, das ist überhaupt nicht das Problem. Aber sie machen es auf einer anderen Art und Weise“, so der Forscher in Kognitiver Ethnologie am Deutschen Primatenzentrum.

Der große Unterschied sei nämlich, dass Menschen im Laufe ihres Lebens neue Laute, Wörter und Betonungen hinzulernen können. „Der Hund hat sein festes, angeborenes Inventar an Lauten“, so Hammerschmidt. „Auch damit kann er eine gewisse Variation an Emotionen ausdrücken, aber er kann nichts Neues bilden.“

Die meisten Säugetiere können zwar mit Lauten etwas ausdrücken, aber sie können keine Worte oder Sätze bilden, die einen semantischen Inhalt haben.

Hunde lernen die Bedeutung von Lauten, nicht von Wörtern

Sie assoziieren deshalb auch kein bestimmtes Wort mit einem Gegenstand oder einer Aktion, sondern nur einen Laut. Dadurch verstehen sie auch, welches Spielzeug sie bringen sollen, wenn mehrere zur Auswahl sind. Sie assoziieren einen Gegenstand mit einem bestimmten Laut, haben aber kein Verständnis für das Wort an sich. „Sie lernen sehr feinfühlig, was das bedeutet, und verhalten sich dementsprechend“, erklärt Hammerschmidt.


Dadurch ließe sich auch folgendes Phänomen erklären: Die Logopädin Christina Hunger hat ihrer Hündin Stella beigebracht, mit Worten zu kommunizieren. Dafür drückt die Hündin verschiedene Knöpfe, die aufgenommene Wörter abspielen. Im Grunde habe Stella nur gelernt, dass sie verschiedene Belohnungen bekommt, wenn sie auf verschiedene Knöpfe drückt.

„Das hat nicht mehr mit Sprechen zu tun, als wenn ich dem Tier irgendwas Anderes beibringe zu tun“, so Hammerschmidt. Die „sprechende“ Stella ist also vergleichbar mit jedem Hund, der einfach die Kommandos Sitz und Platz gelernt hat.

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